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Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken
09.07.2008
Kategorie: Verband

GV der ASCO in Zürich: Kräftig gefeiert - trotz aller Probleme


Am 8. Juli 2008, wegen der Fussball-EM einige Wochen später als gewohnt, konnte Präsident Jürg König gut sechzig Mitglieder und Gäste zur 75. Generalversammlung der ASCO im Kongresshaus Zürich begrüssen. Die statutarischen Geschäfte waren rasch erledigt. Im Mittelpunkt stand dieses Mal das gemütliche Abendprogramm.

In seinem Jahresbericht wies Jürg König darauf hin, dass der Kampf um die L-Bewilligungen noch nicht ausgestanden ist und andere Herausforderungen wie Rauchverbote der Branche das Leben schwer machen. Die Verkleinerung des Vorstands von 15 auf sieben Mitglieder habe sich bewährt, nun müsse aber die Arbeit in einigen Kantonen noch auf bessere Beine gestellt werden.

Für den zurück getretenen Beat Emmenegger aus Basel wurde neu François Gorgerat in den Vorstand gewählt. Gorgerat präsidiert seit letztem Sommer das neu formierte Groupement Romand der ASCO. Er betreibt das Cabaret Flirt in Gland.

Die finanzielle Situation der ASCO ist erfreulich. Zwar schloss die Jahresrechnung mit einem geringfügigen Verlust, doch wurden gleichzeitig Rückstellungen in der Höhe von CHF 40'000 gebildet. Das ausgewiesene Eigenkapital des Verbands beläuft sich nun auf CHF 283'000. Auch dank Rückstellungen von gesamthaft CHF 489'000 ist die ASCO für künftige Kämpfe auf Bundes- und Kantonalebene gut gerüstet.

Ehrenmitglied José Cioccia wies darauf hin, dass in den Casinos den Spielern immer öfters Gratis-Getränke abgegeben werden. Dabei wird offensichtlich auch gegen das Alkoholgesetz verstossen, welches die vergünstigte oder kostenlose Abgabe von Spirituosen untersagt.

Nach den statutarischen Geschäften, welche in der Rekordzeit von 25 Minuten erledigt waren, hielt der ehemalige ASCO-Sekretär Hans Peyer ein Referat zu politischen Themen. Er wies auf die volkswirtschaftliche Bedeutung des Gastgewerbes hin ("wir liefern CHF 851 Millionen Mehrwertsteuern ab") und konzentrierte sich in seinen Ausführungen auf die Entwicklung beim Nichtraucherschutz. Peyer bezweifelt, dass ein Rauchverbot in Cafés und Kneipen unter dem Strich eine positive Auswirkung auf die Volksgesundheit hat: "Wenn in den Gaststätten nicht mehr geraucht werden darf, steigt die Passivrauchbelastung zuhause - und dort halten sich möglicherweise Kinder auf."

Das Nachtessen fand im Restaurant Le Bal statt. Speis und Trank waren erstklassig wie die Ambiente und das Unterhaltungsprogramm. Zahlreiche Mitglieder trafen sich nach dem Dinner noch im benachbarten "Adagio". Von da ging es für einige noch weiter auf eine Tour durch das attraktive Zürcher Nachtleben.

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