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Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken
10.06.10
Rubrik: Verband

Grosse Herausforderungen verderben die Laune nicht

Die Mitglieder der ASCO tagten dieses Jahr in der zweisprachigen Uhrenstadt Biel. Die statutarischen Geschäfte gingen schnell über die Bühne. Sorgen bereiten die sich stetig verschlechternden Rahmenbedingungen. Das tat der guten Stimmung beim gesellschaftlichen Teil keinen Abbruch.

Präsident Jürg König konnte am 8. Juni 2010 gut dreissig Mitglieder und Gäste zur 77. ordentlichen Generalversammlung der ASCO im Mercure Hotel Plaza in Biel begrüssen. Der gesamte Vorstand wurde per Akklamation für eine zusätzliche Amtsperiode gewählt. Jürg König wurde einstimmig als Präsident bestätigt.

Die Jahresrechnung 2009 der ASCO schloss bei einem Ertrag von 196'119 Franken mit einem Minus von 9817 Franken. Der Verlust fiel zwar kleiner aus als budgetiert, zeigt aber doch, dass der Verband wegen der sinkenden Mitgliederzahlen Mühe hat, alle Kosten aus den laufenden Einnahmen zu decken. So wurde denn auch für 2010 ein Reinverlust von 14'078 Franken budgetiert. Das Verbandsvermögen betrug am Jahresende stattliche 279'987 Franken.

Weil verschiedene Kantone keine L-Bewilligungen für Tänzerinnen mehr ausstellen, ging die Zahl der Cabarets in der Schweiz zurück. Auch Diskotheken und Dancings haben vielerorts Mühe. Die meisten Unterhaltungs- und Treffpunktlokale leiden unter dem Rauchverbot und der Wirtschaftskrise. Der Mitgliederbestand sank auf rund 200.

Dauerthemen bei den Versammlungen sind die Überregulierung der Branche und der mangelhafte Gesetzesvollzug in vielen Kantonen. Probleme bestehen unter anderem bei den Krankenpflegeversicherungen der Cabaret-Tänzerinnen, bei den Bewilligungsverfahren, bei der Ausreise der Artisten und mit der illegalen Tätigkeit von ausländischen Agenturen.

Das Rauchverbot und die Wirtschaftskrise setzen der Branche ebenfalls stark zu. Grosse Sorgen bereitet den Nachtclub-Betreibern das Aufkommen von dubiosen Kontaktbars und Salons, die leider oft und zu Unrecht in einem Atemzug mit den klassischen Night-Clubs genannt werden.

Zum Schluss der GV erteilte Pierre Benoit, ehemaliger Presseprecher der schweizerischen Fussball-Nationalmannschaft, Ratschläge für den richtigen Umgang mit den Medien. Er ging dabei auch auf die Krisenkommunikation und die Bedeutung der Körpersprache ein.

Am Abend tafelten die Mitglieder und Gäste der ASCO im Restaurant Du Lac am Bielersee. Das gute Essen, spannende Gespräche und eine angenehme musikalische Begleitung sorgten für eine Spitzenstimmung. Viele Teilnehmer trafen sich spätabends noch im Night-Club Domino zu einem Schlummertrunk.

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