Nun stellt auch Freiburg keine L-Bewilligungen für Cabaret-Tänzerinnen mehr aus. Die seriösen Betreiber leiden einmal mehr unter den Schwarzen Schafen. Letztere finden andere Wege, ihren krummen Geschäften nachzugehen.
Ab 1. Januar 2011 erteilt der Kanton Freiburg Cabaret-Tänzerinnen keine L-Bewilligungen mehr. Dieser Entscheid hängt direkt mit dem Verhalten eines fehlbaren Betreibers zusammen, dem man unter anderem Menschenhandel vorwirft. Der Freiburger Regierungsrat fordert nun den Bundesrat auf, allen Kantonen die Möglichkeit zu nehmen, L-Bewilligungen für Artistinnen auszustellen.
Die Kantone Wallis, Waadt und Jura haben das Tänzerinnen-Statut schon vor längerer Zeit abgeschafft. In Genf werden zwar nach wie vor L-Bewilligungen erteilt, doch wurden Séparés verboten. Ein Cabaret in der Calvinstadt wurde geschlossen, weil es Tänzerinnen in Hotelzimmer vermittelte. Die Ermittler werfen dem Betreiber unter anderem Zwangsprostitution vor.
Die ASCO begrüsst es, wenn bestehende Gesetze streng vollzogen werden. Hingegen lehnen wir Kollektivbestrafungen ab. Sowohl in Freiburg als auch in Genf gibt es zahlreiche Night-Clubs, die tadellos geführt werden. Es ist traurig, wenn deren Betreiber die Suppe für kriminelle Machenschaften anderer auslöffeln müssen.
Derweil wächst das Sex-Milieu in der Romandie ungebremst. Ganze Busladungen osteuropäischer Frauen werden ins Land gekarrt, wo sie als “Touristinnen” in Kontaktbars oder als “Selbständigewerbende” in Saunaclubs arbeiten. Zunehmend bilden sich mafiöse Strukturen.